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Alle Zeichen auf Neuanfang!

Bundes- und Landtag haben sich neu konstituiert! Anders als im Plenum des Bundestages ( nur 33% weiblich) ist der Anteil der Frauen im Präsidium deutlich höher! Ein gutes Zeichen für eine andere Kultur im Umgang! Ich hoffe auf mehr Kollegialität und eine bessere Debattenkultur. Mich hat bei den Debatten immer sehr gestört, dass es keine wirkliche Diskussion gab, auf Argumente nicht eingegangen wurde und niemand seine Position mal hinterfragt hat. Vielleicht wird jetzt ganz anders um die richtige Lösung im Interesse der Mitmenschen gerungen um die es ja doch geht. Das wünsche ich mir auch für die laufenden Koalitionsverhandlungen in MV. Hier geht es nich zu erst ums Mitregieren, um Posten und Pöstchen, sondern um Verbesserungen für unser Zusammenleben im Land.
Für mich als Kommunalpolitikerin ist es selbstverständlich den engen Kontakt mit Verantwortlichen und Ehrenamtlern vor Ort zu halten und mehr noch selbst Verantwortung zu übernehmen. An meinem früheren Wohnort Putgarten und jetzt in Bergen auf Rügen bin aktiv dabei. Aus meiner Sicht bietet die Arbeit an der Basis, also in Städten, Gemeinden und Kreisen eine gute Möglichkeit für einen Neustart unserer Partei. Wie nach der Wende können wir so Vertrauen und Akzeptanz aufbauen, befördern und nachweisen wofür wir stehen: für eine soziale und solidarische Gesellschaft!
Und genau deswegen wird DIE LINKE gebraucht. Wir haben eine wichtige Aufgabe in einer Gesellschaft in der es vor allem ums Geld geht, um Eigennutz vor Gemeinnutz! Zeigen wir, dass es auch anders geht!
Aber es bedeutet auch intern einen Neuanfang um glaubwürdig zu sein.
Partei- und Fraktionsvorstand haben sich am Wochenende verständigt, dass es ein engeres Miteinander gibt, eine Klausur zwischen Fraktion und PV steht bereits auf dem Plan, aus meiner Sicht längst überfällig! Aber noch viel mehr ist es notwendig, dass sich jedes Parteimitglied als Rädchen in einem wichtigen Gefüge versteht! Jedes dieser Rädchen ist wichtig für das Ganze. Jahrelange Streitereien, Beschädigungen einzelner genossen, aber auch das Herabsehen auf nicht ganz so „hervorragende“ Genossen haben uns allen geschadet. Das Ergebnis macht Sorgen, aber wir können es verändern in dem wir wieder mehr miteinander reden, solidarisch und kulturvoller miteinander umgehen.
Also nutzen wir unsere Chance, die uns drei Genossen mit ihren Direktmandaten gegeben haben!

Abschied

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter, liebe kommunalpolitische Interessierte

nach acht Jahren als kommunalpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag endet nun mein Abgeordnetenmandat mit der gerade zu Ende gehenden Legislaturperiode. Ich möchte mich daher noch einmal auf diesem Weg an Euch wenden und mich für die herzliche Zusammenarbeit mit vielen von Euch bedanken. Wir sind uns auf kommunalpolitischen Kongressen von Partei und Fraktion begegnet, auf Parteitagen und in Wahlkämpfen.

Als ich 2013 in den Bundestag gewählt wurde, habe ich mich sofort aus Überzeugung um die Funktion als kommunalpolitische Sprecherin beworben. Ich bin mir sicher, dass der Ausweg aus der schweren Krise unserer Partei zuallererst und nur über eine gute kommunale Verankerung erfolgen kann. Wir müssen weiter daran arbeiten hier das Profil unserer Partei und das Bewusstsein der entscheidenden Gremien und Akteurinnen und Akteure für die Belange der kommunalpolitisch Aktiven und die Bedeutung der Kommunalpolitik zu steigern.

In diesem Sinne werde auch ich weiter die kommunalpolitische Flagge hoch halten, in der BAG Kommunalpolitik und selbstverständlich als aktive Kommunalpolitikerin in der Stadtvertretung meiner Heimatstadt Bergen sowie in außerparlamentarischen Zusammenhängen und Initiativen auf kommunaler Ebene. Auch möchte ich mich ganz herzlich bei Felicitas Weck für die jahrelange Erstellung dieses Newsletters und die Pflege der kommunalen Datenbank sowie meinen Mitarbeiter*innen in Berlin und im Wahlkreis bedanken. Ohne Euch wäre meine Arbeit nicht möglich gewesen.

Als linke Kommunalpolitikerinnen und -politiker müssen wir gerade jetzt zusammenhalten, daher stehe ich Euch natürlich auch weiterhin gern mit Rat und Tat zur Seite. Sicher sehen wir uns bei nächster Gelegenheit auch bald wieder. Meiner Nachfolger*in wünsche ich viel Standhaftigkeit und Ausdauer sowie von Herzen alles Gute. Die kommunalpolitische Arbeit hat mich immer sehr bewegt, denn nur vor Ort kann der Kontakt und die Solidarität zu- und miteinander entstehen und damit die Grundlage einer linken Gesellschaft geschaffen werden.

Eure Kerstin Kassner