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Der Osten verdient Respekt und einen richtigen Ostbeauftragten!

„Ich finde den aktuellen Bericht zum Stand der deutschen Einheit und die Aussagen des Ostbeauftragten Wanderwitz dazu ausgesprochen frustrierend“, sagt Kerstin Kassner, die als Bundestagsabgeordnete den Wahlkreis Vorpommern- Rügen/Vorpommern-Greifswald I vertritt.

„Die Schönfärberei in dem Bericht glaubt doch niemand. Und wenn Herr Wanderwitz eine problematische Einstellung mancher Ostdeutscher zur Demokratie beklagt, dann sollte er die handfesten sozioökonomischen Ursachen dafür nicht verschweigen. Das Pro- Kopf-Haushaltseinkommen aller ostdeutschen Länder liegt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Wer in Mecklenburg-Vorpommern lebt, hat im Schnitt mit 19.400 Euro 3.400 Euro weniger zur Verfügung als andere Bundesbürger. Der Abstand zu Bayern beträgt dabei ganze 6.000 Euro. Gleichwertige Lebensverhältnisse existieren im Osten schlicht nicht. Größere Aufholschritte gab es in den früher neunziger Jahren. Seither verharrt der Osten Deutschlands als Niedriglohngebiet des Landes. Das ist die Realität nach 31 Jahren deutscher Einheit. Wählerbeschimpfung durch den Ostbeauftragten hilft da nicht weiter. Herr Wanderwitz hat den Osten offensichtlich nicht verstanden. Er sollte das Amt abgeben und die Union zur Abwechslung jemanden dafür nominieren, der ein echtes Interesse an dieser Funktion hat.“