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Vermögenszuordnung auf Ummanz darf nicht zulasten der Bewohner sein

Nach der Wende wurden in Zuordnungsverfahren der Hansestadt Stralsund Grundstücke des ehemaligen volkseigenen Gutes (VEG) Ummanz übertragen. Stralsund hat nun die Pacht für die Bewohner der Grundstücke erhöht.

Die Bundestagsabgeordnete von Rügen, Kerstin Kassner, hatte diesbezüglich eine Kleine Anfrage (Drucksache19/7924) an die Bundesregierung gerichtet. In der nun vorliegenden Antwort werden die komplizierten Vermögensverhältnisse auf Ummanz und die Restitutionsprozesse nach der Wende aufgeklärt. Die Abgeordnete betonte die Notwendigkeit die alteingesessenen Bewohner zu schützen:

„In der Wendezeit wurde politisch entschieden, die Bodenreform teilweise rückgängig zu machen. Das führte dazu, dass auf Ummanz das merkwürdige Konstrukt entstand, dass die Gemeinde Ummanz an einigen Grundstücken Verwaltungs- aber kein Finanzvermögen besitzt. Dieses Chaos wurde ohne Not herbeigeführt und lässt sich heute nicht mehr heilen. Auf keinen Fall dürfen nun Diejenigen darunter leiden, die auf Ummanz Häuser besitzen, die sich auf Grundstücken befinden, die Stralsund gehören. Die Stadt sollte unbedingt auf die Erhöhung der Pachtgebühren verzichten.“

Die Bewohner von Grundstücken auf dem Gebiet des ehemaligen VEG Ummanz sind bedroht von stark erhöhten Pachtgebühren durch die Hansestadt Stralsund. Diese war durch Restitutionsverfahren in den neunziger Jahren in den Besitz von Finanzvermögen in der Gemeinde Ummanz gekommen.