Diese Website verwendet Cookies.
Skip to main content

Bundesregierung zeigt sich ratlos bei der Ursachenforschung für das Autobahndesaster an der A20 bei Tribsees

Marcus_Walter_pixelio.de

Die heute veröffentlichten Antworten der Bundesregierung auf Fragen der Bundestagsabgeordneten Kerstin Kassner machen deutlich, dass die Bundesregierung weiterhin keine Erklärungen für das weiträumige Absacken der A 20 bei Tribsees im September 2017 hat. Das Bundesverkehrsministerium kann oder will auch nach fast einem Jahr nach dem folgenreichen Desaster an der Bundesautobahn – immerhin die wichtigste Verkehrsader des Tourismuslandes Mecklenburg-Vorpommern – keine Informationen über Ursachen und mögliche Schadensersatzklagen und -ansprüche an die Öffentlichkeit geben. Kerstin Kassner, Bundestagsabgeordnete der Fraktion DIE LINKE von der Insel Rügen und Sprecherin ihrer Fraktion für Tourismus, kritisiert die Informationspolitik der Bundesregierung angesichts der Bedeutung der A20 und der anfallenden Kosten für Behelfsbrücke und Neubau in Höhe von bis zu 200 Mio. Euro.

„Es kann doch nicht angehen, dass sich die Bundesregierung auch fast ein Jahr nach dem Autobahndesaster auf die „Komplexität des Sachverhaltes“ beruft und keinerlei Angaben über die Ursachen des Desasters rund um die A20 bei Tribsees machen kann oder will. Auch zu möglichen Klagen oder Schadensersatzansprüche gegenüber den verantwortlichen Baufirmen zeigt man sich in Berlin völlig ahnungslos. Es gibt ein großes Informationsbedürfnis in der Bevölkerung angesichts anfallender Kosten für den Steuerzahler von bisher über 52 Mio. Euro, großen Problemen und Verzögerungen bei der Anreise von Millionen Urlaubern an die Ostseeküste und nicht zuletzt bei den von Umleitungen massiv betroffenen Anwohnern rund um Tribsees. Zu all dem kommt hinzu, dass nun die Baufirma, die die A20 seinerzeit gebaut hat, nun auch mit den Aufräum- und Sanierungsarbeiten beauftragt wurde und auch daran wohl gut verdienen wird. Welche Botschaft sendet die Bundesregierung damit? Egal was bei Bauarbeiten passiert, am Ende zahlt der Steuerzahler. Ich werde hier allerdings nicht locker lassen und weiter auf Transparenz und vollständige Ursachenforschung in der Sache drängen“, so Kerstin Kassner zu den unbefriedigenden Antworten auf ihre Fragen.