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Bauern brauchen Anerkennung und Unterstützung

Verena N._pixelio.de

Für die Bauern ist 2018 wie auch die Vorjahre kein gutes Jahr. Von der aktuellen Situation am Ende eines Dürresommers überzeugte sich die Bundestagsabgeordnete Kerstin Kassner in der Vorwoche bei Vorortterminen mit den Vorsitzenden der Bauernverbände auf Rügen und in Nordvorpommern, Herrn Lonskowski und Herrn Ehlers und weiteren Gesprächsteilnehmern.

Auch wenn die Erträge in den einzelnen Regionen unterschiedlich ausfallen, so liegen sie doch generell unter den Durchschnittswerten. Besonders hart trifft es allerdings die Viehhalter, die sich vor erhebliche Probleme hinsichtlich des benötigten Futters gestellt sehen. Deshalb werden die Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung auch begrüßt, wobei man auch betont, dass die angekündigten Hilfen jetzt sowohl von der Bundes- als auch der Landesregierung schnell wirksam werden müssen. Als Bittsteller der Nation möchten sich die Landwirtschaftsunternehmen selbst nicht sehen, haben sie doch selbst längst begonnen, nach eigenen Auswegen zu suchen, zum Beispiel durch den Aufbau regionaler Futterbörsen. Ebenso klar ist den Gesprächsteilnehmern gewesen, dass staatliche Hilfen in der Tat nur in wirklichen Notfällen gezahlt werden können und die Bauern sich langfristig auf veränderte Bedingungen einstellen müssen.

Einige Kernforderungen der Bauern werden seit Jahren von der LINKEN. geteilt. Dazu gehört das Einräumen von Möglichkeiten für die Bauern, steuerfreie Rücklagen zum Risikoausgleich bilden zu können, hängt doch die Landwirtschaft mehr als andere Branchen vom Wetter ab. „Auch in einer weiteren Frage liegen Forderungen der Landwirte und linke Politik durchaus auf einer Wellenlänge“, so die Bundespolitikerin:“Als große Landverpächter drehen sowohl Bund als auch Land ständig an der Pachtschraube. Das wird gerade für kleinere und mittlere Betriebe zu einem zunehmenden Problem. Wir möchten aber, dass diese, in den Dörfern verankerten Betriebe vor Ort bleiben und die Tendenz nicht immer weiter zu Gunsten großer, industrieller Erzeuger verschoben wird, hinter denen mitunter nur noch branchenfremde Investoren stehen.“

Insgesamt verdient die Arbeit der Landwirte in den Augen von Kerstin Kassner große Anerkennung. „Ich freue mich ganz besonders, dass sich der Bauernverband auf Rügen trotz aller Schwierigkeiten entschieden hat, dass es auch 2018 das traditionelle Erntefest in Putbus auf der Insel Rügen wieder geben wird. Damit besteht die Möglichkeit, nicht nur auf die eigene Situation und Leistungsfähigkeit aufmerksam zu machen, sondern ganz intensiv mit Verbrauchern ins Gespräch zu kommen“ so Kerstin Kassner. Generell wünscht sie sich einen intensiveren gesellschaftlichen Austausch um die zukünftige Entwicklung der Landwirtschaft und der Sicherstellung unserer Ernährung unter den Bedingungen des Klimawandels und der Marktwirtschaft.